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Weihnachtsmarkt heute

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Die Geschichte des Weihnachtsmarkts

Kurz: Weihnachtsmärkte gibt es seit dem späten Mittelalter. Die frühesten Belege sind Wintermärkte in Wien (1296), München (1310), Bautzen (1384) und Dresden (1434). Der Dresdner Striezelmarkt gilt als ältester urkundlich bestätigter Weihnachtsmarkt Deutschlands. Zum festen Brauch in fast jeder Stadt wurden die Märkte erst im 20. Jahrhundert.

Am Anfang stand der Wintervorrat

Die ersten Märkte im Dezember hatten mit Lichterketten und Glühwein nichts zu tun. Es waren Verkaufsmärkte, oft nur für einen Tag, auf denen sich die Bürger zu Beginn der kalten Jahreszeit mit Fleisch und allem eindeckten, was man für den Winter brauchte. Dazu kamen Neujahrsmärkte und Messen am Jahresende.

Im 14. Jahrhundert setzte sich der Brauch durch, auch Handwerkern wie Spielzeugmachern, Korbflechtern und Zuckerbäckern Stände auf diesen Märkten zu erlauben. Sie verkauften die Kleinigkeiten, die Kinder zu Weihnachten geschenkt bekamen. Auch geröstete Kastanien, Nüsse und Mandeln gab es damals schon. Aus dem Vorratsmarkt wurde so nach und nach ein Markt für das Fest. (Wikipedia: Weihnachtsmarkt)

Die ältesten Belege

Welcher ist nun der älteste?

Darauf gibt es keine einzige richtige Antwort, weil die Belege Verschiedenes zeigen. Wien 1296 und Bautzen 1384 sind Rechte für Märkte in der Winterzeit, die vor allem der Versorgung dienten. Der Dresdner Striezelmarkt hat eine Urkunde mit festem Datum und trägt seit etwa 1500 einen Namen, der sich auf ein Weihnachtsgebäck bezieht — er gilt als ältester urkundlich bestätigter Weihnachtsmarkt Deutschlands. Bautzen wiederum nennt seinen Wenzelsmarkt mit Verweis auf 1384 den „ältesten in einer Chronik genannten Weihnachtsmarkt Deutschlands" (wenzelsmarkt-bautzen.de). Beides kann stimmen. Wer „ältester" sagt, sollte also dazusagen, wofür.

Das Christkind und die Namen

Dass Geschenke an Weihnachten verteilt werden, ist jünger als die Märkte. Lange war der Nikolaustag der Tag der Gaben. Martin Luther stellte um 1535 den „Heiligen Christ" als Gabenbringer dagegen, die Protestanten lehnten die Verehrung von Heiligen ab, und die Bescherung rückte an Weihnachten (Wikipedia: Christkind). Aus dem Christkind wurde mit der Zeit der Name vieler Märkte: Christkindlmarkt, Christkindlesmarkt, Christkindchesmarkt.

Andere Namen erzählen von dem, was verkauft wurde. Der Striezelmarkt heißt seit etwa 1500 nach dem Dresdner Stollen, der im Mittelhochdeutschen „Strutzel" oder „Striezel" hieß. Was die heutigen Bezeichnungen voneinander unterscheidet, steht auf der Seite Christkindlmarkt, Adventsmarkt oder Weihnachtsmarkt?

Vom Brauch zum Fest für alle

Über die Jahrhunderte breitete sich die Tradition im ganzen deutschen Sprachraum aus. Zu dem festen Bestandteil der Adventszeit, den man heute kennt, wurden die Märkte aber erst in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Vieles, was heute als uralt gilt, ist jünger: Der Prolog, mit dem das Nürnberger Christkind den Markt eröffnet, wird in seiner heutigen Form seit 1948 gesprochen. Inzwischen gibt es Weihnachtsmärkte nach deutschem Vorbild in vielen Ländern.

Die alten Märkte 2026

Die drei Märkte mit den längsten Geschichten in Deutschland gibt es bis heute. Ob ihr Termin für 2026 schon feststeht, steht dabei — nachgesehen auf der Seite des Veranstalters:

Welche weiteren Märkte als besonders bekannt gelten, steht im Ratgeber Bekannte Weihnachtsmärkte. Den nächsten Markt bei Dir zeigt die Umkreissuche.

Häufige Fragen

Seit wann gibt es Weihnachtsmärkte?

Seit dem späten Mittelalter. Die frühesten Belege sind Märkte in der Winterzeit, auf denen sich die Bürger vor dem Winter mit Fleisch und Vorräten eindeckten: 1296 in Wien, 1310 in München, 1384 in Bautzen und 1434 in Dresden. Zu einem festen Brauch in fast jeder Stadt wurden Weihnachtsmärkte erst in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts.

Welcher ist der älteste Weihnachtsmarkt Deutschlands?

Das hängt davon ab, was man zählt. Der Dresdner Striezelmarkt gilt als der älteste mit einer Urkunde bestätigte Weihnachtsmarkt Deutschlands; sein Privileg stammt von 1434. Bautzen nennt seinen Wenzelsmarkt den ältesten in einer Chronik genannten Weihnachtsmarkt Deutschlands: 1384 erlaubte König Wenzel der Stadt einen freien Fleischmarkt bis Weihnachten.

Was war 1296?

In diesem Jahr erhielten die Wiener Händler von Herzog Albrecht I. das Privileg, einen „Dezembermarkt" abzuhalten. Er gilt oft als ältester Vorläufer der Weihnachtsmärkte überhaupt — ein Weihnachtsmarkt im heutigen Sinn mit Buden, Glühwein und Krippe war er aber nicht.

Warum heißt der Dresdner Weihnachtsmarkt Striezelmarkt?

Nach dem Dresdner Stollen. Das längliche Hefegebäck hieß im Mittelhochdeutschen „Strutzel" oder „Striezel", und seit etwa 1500 trägt der Markt diesen Namen.

Woher kommt der Name Christkindlmarkt?

Vom Christkind als Gabenbringer. Martin Luther stellte um 1535 den „Heiligen Christ" der Geschenksitte am Nikolaustag gegenüber, die Bescherung rückte an Weihnachten. Märkte, auf denen man die Geschenke dafür kaufte, hießen vor allem im Süden bald nach dem Christkind — in Nürnberg ist der Name „Christkendleinsmarck" spätestens 1697 belegt.

Jahreszahlen nach der deutschsprachigen Wikipedia (Artikel Weihnachtsmarkt, Dresdner Striezelmarkt, Nürnberger Christkindlesmarkt, Christkind), abgerufen im Oktober 2026. Die Termine sind beim Bau aus den bestätigten Angaben der Veranstalter gerechnet.

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